Schrenzerschüler besuchten den seltenen Feldhamster
AG „Natur auf der Spur“ erforscht Flora und Fauna
Mit dem Schuljahr 2026/27 bietet die Schrenzerschule die Nachmittags-AG „Natur auf der Spur“ an. Geleitet wird sie von dem Geografen Matthias Gall, der den Fünft- und Sechstklässlern die heimische Flora und Fauna näherbringen möchte. An jedem zweiten Freitag geht es dazu raus in die Natur – meist an den Schrenzerhang. Hier wurden schon so genannte Spurentunnel aufgehängt. Sie dienen dem Nachweis von kleinen Säugetieren - vor allem der Haselmaus. Eine weitere Exkursion führte zum Schrenzerbad, wo Pflanzen, Schmetterlinge und Heuschrecken bestimmt wurden.
Kurz bevor der Feldhamster sich zum Winterschlaf zurückzieht ging es mit dem Zug nach Ostheim. Dort lassen die Landwirte alljährlich auf vielen Äckern bei der Ernte Getreidestreifen stehen, um dem inzwischen europaweit sehr seltenen Feldhamster zu helfen. „Cool, dass die Bauern den Hamstern helfen.“, war von Schülerseite zu hören.
An einem schattigen Platz wurde zunächst über die Lebensweise des bunten Nagers gesprochen. Die Schülerinnen und Schüler wussten, dass der Hamster in einem tiefen Erdbau lebt, den er selber gräbt. Und auch, dass der Untergrundbewohner stets Deckung und Nahrung braucht.
Mit diesem Wissen gut gerüstet, ging es nun zur Suche nach den Bauen in der Erntestreifen. Die Fahndung galt großen Erdhaufen, in deren Nähe sich tiefe Erdröhren befinden. Mit ein bisschen Hilfe waren rasch drei oder vier der beeindruckenden Baue gefunden. „Das Loch ist viel größer als ich dachte, ist da nur ein Hamster drin?“, staunten die jungen Forscherinnen und Forscher.
Hier also verstecken sich die kleinen Racker, die nun mehr und mehr in den Winterschlaf gehen und letzte Getreidekörner in ihre Winterbaue eintragen. Von dieser Nahrung werden sie tief unter der Erde den ganzen Winter zehren. Erst im März graben sie sich wieder an die Oberfläche. Dann wollen die jungen Naturforscher wieder nach Ostheim kommen, um die seltenen Ackerbewohner im neuen Jahr zu begrüßen.
